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Sonntagsvergnügen

Ich bin natürlich selber schuld. Hätte ich nicht die Idee laut geäussert, dass 'man' ja mal einen Weg um den Vellayani See herum suchen könnte wäre ich nun nicht Ansprechperson und 'Pfadfinderin' für Sonntagswanderungen geworden. Das Fernziel ist, kommendes Jahr einen Fundraising Anlass zu organisieren, bei dem Teams rund um den See laufen. Ausserdem wollen wir eine kleine Karte fabrizieren, die man Teilnehmern und Gästen in die Hand drücken kann und die den Weg leicht auffindbar macht.
Wir alle kannten Teile der Strassen, aber keinen zusammenhängenden Weg. Google earth ist in der Hinsicht keine Hilfe, da von oben alles grün und bewaldet aussieht und kleine Pfade nicht sichtbar sind.

Wir starteten zu dritt, Sabriye, Graham, unsere zwei Hunde und ich und erregten in der Konstellation (Ausländer, eine Blinde und zwei Hunde AN DER LEINE) ziemlich viel Aufsehen. Vor vier Wochen kostete uns der Versuch, auf kleinen Wegen und Strasse um den oberen Teil des Sees zu kommen, noch 5 Stunden inklusive Picknick Halt auf dem Damm. Inzwischen haben wir viele Abkürzungen und Wege gefunden, allerdings verbleibt immer noch ein Stück auf einer relativ befahrenen Strasse.

Letzte Woche wollten wir eine Abkürzung suchen und verirrten uns im Sumpf und Bananenplantagen. Inzwischen waren wir 6 Leute (auch unsere Teilnehmer haben davon Wind bekommen) und immer noch zwei Hunde. Nach Beinah-Stürzen ins Wasser, Sackgassen, Angriffen von Feuerameisen, nassen Schuhen und Hosenbeinen liefen wir einem unserer Gärtner in die Arme, der dort am Sonntag auf einem der Grundstücke zusätzliches Geld verdient. Er lotste uns zurück auf einen Weg und wir konnten unsere Erkundung fortsetzen. Allerdings waren wir inzwischen ziemlich müde. Als wir gegenüber vom Campus endlich ans Wasser gelangten, fuhr gerade eins der langen Ruderboote vorbei, das für das heutige Onam-Rennen übte. Die jungen Männer sind dieselben, die die schönen Blumenarrangements um die Ecke fabrizieren (siehe letzten Beitrag) und so stiegen alle bis auf drei aus, holten uns ins Boot(inklusive dem wasserscheuen Babu) und ruderten uns quer über den See bis an unseren Badesteg.

Heute ist Samstag und ich wurde bis jetzt viermal angesprochen, was denn morgen auf dem Plan stünde…? also habe ich eben gegoogelt und wird werden wohl mit dem Auto bis zum Damm fahren und von dort aus den anderen Teil des Sees untersuchen. Die Wanderungen sind eigentlich schön, abwechslungsreich und mit vielen kleinen Entdeckungen verbunden (und gesund allemal). Sie sind aber auch schweisstreibend und dreckig und ich muss am Sonntag für meine Verhältnisse früh aufstehen…

Ein ganz klarer Vorteil hat sich jedoch schon herausgestellt: unsere Hunde werden fitter und schlanker und schlafen nachts besser, ohne bei jedem Geräusch gleich zu bellen…sie sind inzwischen wahrscheinlich die grössten Fans meiner ursprünglichen Idee.


29.8.15 13:02

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