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Projektarbeit

Eine kleine Erfolgsmeldung vorweg: letzten Sonntag sind wir tatsächlich vom Campus bis ans Meer gelaufen, ca. 3,5 Stunden, Beweis siehe unten. Dort in Kovalam gab's ein Bier und Seafoodnudeln. Für die Hunde war es das erste vorsichtige Bad im Meer.

Wir sind jetzt in der dritten Woche unseres dritten Aktes, der drei Zielsetzungen hat: erstens mit der lokalen Kommune zusammenzuarbeiten, zweitens dabei herauszufinden, wie man Widerstände überwinden kann (alle Projekte wollen Veränderung und es gibt verschiedene Strategien, wie man Menschen dazu bringt, ihr Denken oder Verhalten zu ändern) und drittens professionelles Projekt Management.

Ich erinnere mich nicht, ob ich das schon geschrieben habe, aber wir Catalysts haben nun drei verschiedene Rollen: drei von uns sind die 'Kunden', die bei einer der drei Gruppen ein Projekt in Auftrag geben. Kunden sind interessiert im Projektfortschritt, schauen nicht hinter die Kulissen und fordern eine wöchentliche Sitzung und einen Report ein. Dann gibt es 'Berater'. Diese warten ab, bis eine Gruppe sich an sie wendet mit konkreten Fragen und Bitten und werden dann aktiv. Da geht es darum, Kontakte zu Experten, Schulen oder anderen Institutionen herzustellen, Übersetzungen oder Transporte zu organisieren. Und drittens gibt es 'Beobachter'. Diese nehmen passiv an Team Meetings teil oder gehen auch mal unangemeldet in die Büros und notieren, was ihnen v.a. im Team Alltag so auffällt. Einmal die Woche geben sie dem ganzen Team Feedback plus nach jedem Team Meeting demjenigen, der die Sitzung leitet. Dies soll rotierend geschehen, so dass jede/r mal die Chance hat, dies zu üben (übrigens gar nicht so einfach).

Die erste kleine Gruppe sind unsere "Bauern", die den Auftrag haben, unser Land hier für Bio-Landwirtschaft zu nutzen und einen Plan zu entwickeln, der uns auf Dauer in Bezug auf frische Lebensmittel autonom macht - inklusive Hühnern, Fischen und einer Kuh! Die zweite Gruppe - wo ich Beobachterin bin - beschäftigt sich mit dem Thema Hautfarbe und dem Abschlussfest. Sie soll in Gymnasien Aufklärungsworkshops machen zu dem Thema, Jugendliche sensibilisieren auf die prägende Wirkung z.B. der Medien. Ein zweites Team der Gruppe kümmert sich darum, dass an unserem Abschlussfest am 10.10. alles Projekte gut vertreten sind, viele Leute und auch Medien eingeladen werden und es professionell organisiert ist.

Ich bin Kundin von der dritten Gruppe, der Social Entrepreneur Gruppe, die auch zwei Projekte hat: einmal in Colleges zu gehen und mit einer attraktiven Textiltasche gegen den Gebrauch von Plastikbeuteln zu werben (im Sinne von 'Jute statt Plastik'). Diese Tasche wird verkauft und bringt so etwas Profit. Das zweite Projekt beinhaltet, einen Business plan mit Implementierungsstrategie für unseren online Shop zu entwickeln. Dieser soll neben den kanthari Produkten auch Erzeugnisse unserer Absolventen anbieten.

Die letzten zwei Wochen drehten sich um das Projekt Briefing, Hintergrundwissen und v.a. das Erstellen eines Proposals für uns Kunden. Wie zu erwarten gingen diese Proposals in mehrere Revisionen, bis sie schliesslich letzten Donnerstag unterschrieben werden konnten (mit Handschlag!). V.a. die Budgetierung bereitete Mühe, der detaillierte Aktionsplan, die Messbarkeit des Erfolges. Notabene alles Dinge, die sie bald selber ganz genau für ihre eigene Initiative beherrschen müssen.

Wie schon im ersten Akt liegt die grösste Herausforderung aber darin, als Team zu funktionieren. Es sind wieder neue Konstellationen und bis sich 10 Leute gefunden und organisiert haben, vergeht Zeit. Dies zu beobachten und auch zu sehen, wie sie besser werden und Feedback ernst nehmen, macht viel Spass. Nach der Verabschiedung der Proposals geht es diese Woche an die Umsetzung: Umfragen werden gestartet, Experten befragt und mit Produzenten gesprochen. Für uns Catalysts sind es entspanntere Wochen, da wir tatsächlich auf dem Rücksitz Platz genommen haben und den Teilnehmern beim Fahren zuschauen. Dass sie dabei Fehler oder Umwege machen, ist gewollt. Wir glauben ja daran, dass Menschen aus solchen Situation mehr lernen, als wenn sie die richtige Lösung einfach vorgesetzt bekommen.


8.9.15 15:19

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