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Elternwoche, Pilgertrekking und Lesereise

Letzte Woche war Elternwoche in Till's Schule. Dieses Jahr besonders wichtig, weil auch besprochen wird, wie es denn weitergeht nach der Schule und sich internationale Colleges präsentieren. Zum Glück waren die Rückmeldungen der Lehrer durchwegs positiv und Till ist auch motiviert, gute Vornoten zu bekommen. Die IB (international Baccalaureate) Tests beginnen bereits jetzt im November, für ihn mit speziellen Aufgaben in seinen drei Leistungsfächern Chemie, Wirtschaft und Kunst.

Kodaikanal präsentierte sich von seiner sonnigen und milden Seite, ich brauchte keine Jacke und keine Socken! Till und ich haben jeden Abend einen gepflegten Apero in der einzigen Bar des Ortes im Carlton Hotel genommen, danach nach seinen Wünschen in verschiedenen kleinen Restaurants gegessen. Sein Wunsch ist einfach: NICHT indisch! Um 21Uhr musste er im Dorm sein.

Als ich am Sonntag mit dem Bus abfuhr kam uns eine Prozession aus Dutzenden von Wagen mit Ganesh-Figuren entgegen, dem Elefantengott. Diesen Monat werden die Figuren überall ausgestellt, ihnen wird gehuldigt, bevor sie ins Wasser gestellt werden, um dem Spender Glück und Wohlstand zu bescheren.

Gestern war hier ein muslimischer Feiertag. Während die Teilnehmer eifrig in ihren Projekten arbeiteten haben wir Catalysts uns den Tag freigenommen. Meine Kollegin Soni hatte eine Gruppe von indischen Studenten zu Besuch und wollte mit ihnen einen Berg besteigen, eine Pilgerstätte. Wir haben uns kurzerhand angeschlossen, um 8Uhr gings los mit dem kanthari-Büsschen, um 9.30Uhr standen wir am Fusse des Berges, der zu den West Grats gehört, von denen ich als Grenze zwischen Kerala und Tamil Nadu schon berichtet habe.

Eine grosse Kirche markierte den Ausgangspunkt und in Falllinie ca. 1000m höher sahen wir ein grosses weisses Kreuz - unser Ziel. Nachdem ich mich noch laut über "Berge" in Indien amüsiert hatte musste ich nun feststellen, dass genau so - in Falllinie - dann auch der Weg nach oben führte. Erst noch geteert, dann wenigstens flach, nach einem km aber leider in grossen Stufen den Fels hinauf. Alle 100m fand sich irgendein Kreuz oder eine Marienstatue, die den Pilgern den Aufstieg versüssen soll.

Teils auf allen vieren kraxelnd und immer öfter pausierend brauchten wir knapp zwei sehr schweisstreibende Stunden bis oben. Jedes Jahr bewältigen anscheinend Tausende von Pilgern diesen Berg, als Inder meistens in Plastiklatschen! Wie es Alte schaffen, die teils steilen, rutschigen und bröckelnden Stufen zu bewältigen, ist mir ein Rätsel.

Oben Pause und siehe da: auf gleicher Höhe ca. 300m Distanz liegt auch ein Hindutempel. Von dort sind die Bilder unten. Anscheinend teilen sich die Christen und Hindu den Berg einträglich, Soni berichtete, dass kaum einer, der oben ist, nur eines der beiden Gotteshäuser besucht.

Wie jeder Schweizer weiss, ist es oft einfacher, nach oben zu klettern, als einen steilen Weg nach unten. Die Knie schmerzten schon nach den ersten Metern und schlotterten richtiggehend, als wir unten ankamen. Allerdings hatten wir den richtigen Riecher, ohne Pause durchzulaufen. Kaum waren wir unterm schützenden Kirchendach, brach ein Gewitterregen los, der die nach uns kommenden Studenten bis auf die Haut durchnässte. Und es kühlte schnell ab, ich habe einen leichten Schnupfen davongetragen. Danach gab es ein Mittagessen bei Soni und ihrer Familie, bevor wir zurückfuhren. Trotz Erkältung, ein schöner Ausflug!

Paul und Sabriye touren derweil durch Deutschland und promoten das neuste Buch. Im folgenden der Text des mails, das an unsere interessierten Freunde und Gönner ging:

"Es ist soweit und wir dürfen eintauchen in das neue Buch von Sabriye Tenberken mit dem Titel "Die Traumwerkstatt von Kerala - die Welt verändern, das kann man lernen" (ISBN 978-3-462-04717-2). Das Buch ist nun im Handel erhältlich. Abenteuerlich und äusserst packend beschreibt Sabriye Tenberken ihre lehrreichen Erfahrungen, die sie mit ihrem Partner Paul Kronenberg vor 15 Jahren bei der Gründung einer Blindenschule in Lhasa gemacht haben. Diese Erfolge und ihre Träume führten sie dann nach Kerala, wo sie heute die Traumwerkstatt für soziale Visionäre leiten. Es ist eine Erfolgsgeschichte, die Mut macht: Jeder Einzelne kann die Welt verändern!
 
Momentan sind die beiden in Deutschland auf einer Lesereise. Auf folgender Webseite gibt es alle Details zum Buch und auch zu den Terminen der Lesereise sowie eine Rezension vom deutschen Journalisten und Mitbegründer des Cap Anamur:  http://www.kanthari.ch/neues_buch/ .
Ein weiterer Höhepunkt findet in dem Zusammenhang am 8. Oktober 2015 statt, wo Sabriye Tenberken in der Sendung "Aeschbacher" bei SRF um 22:25 Uhr  ihr neues Buch vorstellen wird.
 
Letzte Woche waren beide zu Gast in der NDR-TV Sendung "DAS!" Sie können die Sendung über folgenden Link nachschauen: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/das/DAS-mit-Sabriye-Tenberken-und-Paul-Kronenberg-,dasx6226.html"
 
Vielleicht haben ja einige von euch Zeit und Lust, bei Aschbecher reinzuschauen oder sich gleich das Buch zu besorgen.



26.9.15 14:46

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