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Haarpracht und Haartracht

Als blogger hat man es nicht einfach. Jedesmal, wenn ich einlogge wird mir die Rangliste der beliebtesten blogs vor die Nase gehalten und mir klargemacht, dass meine Konkurrenz nur einen Mausklick weiter ist. Da muss man sich eben etwas einfallen lassen, um die internationalen Leser bei der Stange zu halten

Ich habe mich heute also unters Messer begeben: Meine Haare sind ab, und zwar sämtlich und total. Ich haben mir eine Glatze rasieren lassen, etwas, was ich schon lange mal tun wollte, einfach, um zu sehen, wie es ist und sihc anfühlt. Und hier in Indien wird einem nicht sogleich eine tödliche Krankheit, sondern eher gelebte Spiritualität unterstellt. Leider hatte ich dieses Vorhaben wohl etwas zu glaubwürdig angekündigt, so dass sich kein Wettopfer fand, dagegenzuhalten und etwa mitzurasieren.

Viele unserer v.a. afrikanischen Teilnehmer rasieren sich ihre Köpfe regelmässig und einer von ihnen hat also einen kleinen Salon jeden Sonntag auf der Terrasse, da er die begehrte Schermaschine mit verschiedenen Aufsätzen besitzt. Als ich nun mit meinem Vorhaben ankam, war er erst nicht sicher, ob dies wohl eine Falle ist und er seinen Kursplatz in Gefahr bringen würde, sollte er mitspielen. Ich habe versichert, dass dies privat und auf eigenes Riskio geschehen würde und los ging's.

Erst hat er mit der grossen Schere grob die langen und warmen Haare abgeschnitten (Bilder der drei Schritte unten), dann mit dem groben Scherkopf ca 5mm lang abrasiert und dann nochmals mit dem feinen kopfnah. Dennoch fühle ich Stoppeln, wenn ich darüberstreiche. Um einen ganz glatten Schädel zu haben, muss ich wohl richtig mit der Klinge rasieren, vielleicht mach ich das noch kommende Woche. Zuerst aber: herrlich kühl, unbeschwert, leicht. Meine Kopfhaut war immer trocken und schuppig und wird mir diese Aktion sicher danken.

Heute Nacht werde ich auf einem Frotteetuch schlafen, da ich den Schädel erst einmal auf Anraten der erfahrenen Männer im Campus mit Koskosnussöl eingeölt habe. Morgen dann versuche ich mich im Turbanbinden, da ich sonst den wohl schmerzhaftesten Sonnenbrand meines Lebens einfange. Ich wollte jede Woche das Nachwachsen fotographisch festhalten, aber vielleicht bleibe ich noch ein wenig bei der Glatze. Bis im Winter habe ich wieder genug Haare auf dem Kopf, um in der kalten Schweiz bestehen zu können…





4.10.15 17:28

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