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kanthari Talks

Letzten Freitag war der Abschlussanlass im Campus nach drei Tagen voller 'Dream Speeches": jeder Teilnehmer muss 10 Minuten frei über seine Initiative reden, und zwar flüssig und inspirierend, mit einem fesselnden Anfang und merkenswertem Ende.

Danach bleiben sie auf der Bühne und stellen sich 15 Minuten Fragen des Panels. Dort sitzen lokale und wo möglich auch internationale Experten, die sich vorbereitet haben. Dieser Frage-Antwort Teil ist fast noch entscheidender als die Rede. Denn wenn der Teilnehmer zwar gut gesprochen hat, aber nachher nicht beweisen kann, dass er oder sie wirklich vertieftes Wissen hat über den Bereich, in dem er/sie tätig sein will, dann ruiniert das den ganzen Eindruck.

Wir hatten deshalb die letzten sechs Wochen regelmässig den sogenannten "Hot Seat" geübt, verschiedenes Publikum, verschiedene Umgebungen, aber immer ging es um kritische Fragen zu ihrem Projekt. So waren alle dieses Jahr deutlich besser und vorbereitet als letztes Jahr. Auch die Reden waren gut, obwohl wir die Vorbereitungszeit um 2 Wochen gekürzt hatten.

Nach den Reden traf man sich zur Happy Hour im Garten, dann wurde gegessen und die Gäste gingen heim. Am Freitag nachmittag war dann der Festakt, mit Gastrednern und diesmal auch dem ersten kanthari Preis fürs Lebenswerk. Eine alte Inderin, ehemals Nonne, die sich seit Jahrzehnten für die Rechte der indigenen Bevölkerung einsetzt, bekam eine schöne Holzskulptur in Form unseres Logos und bedankte sich in einer engagierten und inspirierenden Rede.

Wir nennen diesen Anlass nicht mehr Graduierung, da der Kurs ja noch 5 Monate weitergeht - allerdings in den jeweiligen Heimatländern. Dies ist der kritische Moment, in dem wir einerseits mit Rat und Tat (Mentoring) und andererseits mit einem kleinen monatlichen finanziellen Beitrag zur Seite stehen wollen. Wenn sie diese fünf Monate gemeistert haben und die ersten Schritte mit ihrer Organisation gegangen sind ist die Gefahr viel kleiner, dass sie resignieren oder doch einen Job annehmen. Ende Mai schicken wir dann die offizielle Graduierung und sie sind ein Teil der kanthari alumni Gemeinschaft.

Nachdem es die ganze Woche immer wieder teils heftig geregnet hatte blieb uns das Glück am Freitag treu: Es blieb den ganzen Nachmittag und Abend trocken, so dass die Musik draussen im Amphi Theater spielen und getanzt werden konnte. Es waren ca. 150 Gäste gekommen, alte und neue Freunde von kanthari, einige Besucher aus Europa und Asien, Familienangehörige unseres Teams etc. Unsere Köche hatten sich wieder selbst übertroffen, es gab verschiedene Stände mit Fisch, Fleisch, Suppe, Gemüse, kleine Omelettes, Dessert…sehr lecker. Helmuth ging so um 23h nach Hause, während ich mit einigen Kollegen noch ein Bad im See nahm - es war sternenklar und der See nach dem vielen Regen schön kühl.

Helmuth reiste am Sonntag nach vier erlebnisreichen Wochen nach Hamburg und ist inzwischen wieder wohlbehalten in der Schweiz angekommen. Und ich sitze wieder einmal in Abu Dhabi im Zwischenstopp und nutze die Zeit für den Blog. Es ist kaum zu glauben, dass 2015 fast schon wieder Geschichte ist. Es war alles in allem ein gutes Jahr, in dem ich mich in meiner Tätigkeit sicherer fühlte, viel Besuch hatte, dreimal in Europa war und kommende Woche Weihnachten mit meinen Kindern und Eltern feiern werde.

Ich wünsche euch allen an dieser Stelle erholsame, harmonische Feiertage und einen guten Start ins 2016. Auf dass es allen globalen Turbulenzen zum Trotz persönlich und beruflich ein gutes Jahr für euch werden möge. Ich geniesse nun drei Wochen Ferien und werde mich im neuen Jahr wieder melden.

17.12.15 22:29

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